• Linus Hachenberg (12), Sopran, und Simon Borkowski (13), Mezzosopran, hatten einen umjubelten Auftritt beim Fest der Kulturen in der Berliner Philharmonie.
    Die beiden Solisten des Knabenchores Gütersloh sangen die Solopartien in der Russischen Liturgie "Der versiegelte Engel" für gemischten Chor, Soli und Flöte des Komponisten Rodion Shchedrin.

    Glanzvoller Auftritt
    Neue Westfälische vom 4.7.2012
  • Sigmund Bothmann, der mit raumgreifender Gestik zwei Chöre, zwei Orchester und fünf Vokalsolisten zu Höchstleistungen inspirierte, gelang eine Aufführung nach Maß. Mit den rund 60 Sängerinnen und Sängern gelang ihm eine Wiedergabe voll innerer Dramatik..

    Bachs Jahrhundertwerk ein nachwirkendes Erlebnis
    Die Glocke vom 10.4.2012
  • .... Wendig und transparent, in den Chorälen homogen und geschmeidig sang der Bachchor. Gut bekannte Eigenschaften dieses durch Bothmann formierten Ensembles, darunter eine, die den Dirigenten besonders auszeichnet: eine helle Begeisterung für die Musik von Bach.
    (Eugenie Kusch)

    Musikalische Predigten
    Neue Westfälische vom 6.2.2013
  • Bachchor Gütersloh brillierte in den Kantaten  IV - VI des Weihnachtsoratorium

    Nach mildem Knabenchorglanz nun die Strahlkraft von Frauenstimmen. Die Aufführung von J. S. Bachs Weihnachtsoratorium wurde zum Triumph für den Bachchor Gütersloh. Mit dem erneut brilliant spielenden Ensemble "L`arte del mondo" sorgte Kirchenmusikdirektor Sigmund Bothmann in der fast ausverkauften Martin-Luther-KIrche für eine in sich stimmige, chorisch beeindruckende Darstellung der zu Unrecht seltener gespielten letzten drei Kantaten.

    Eindringliche Gestaltungskraft
    Neue Westfälische vom 24.12.2013
  • "Von Beginn an wurde deutlich, worauf der künstlerische Leiter Sigmund Bothmann besonderern Wert legt: brilliante Artikulation, Aus- und Absprache sowie ein weites dynamisches Spektrum."

    53. Haller Bachtage
    Neue Westfälische vom 16.02.2016
  • Knabenchor siegt beim Wettbewerb

    Gütersloh (dop.). Freudentänze wie diese kennt man von den deutschen Fußballern, wenn sie eine Weltmeisterschaft gewonnen haben. Die Jungen vom Knabenchor Gütersloh standen dem aber am Wochenende in nichts nach. Kein Wunder, haben sie doch beim renommierten Erwitter Kinder- und Jugendchorwettbewerb den mit 1000 Euro dotierten ersehnten Preis in ihrer Alterskategorie gewonnen und auch den Sonderpreis für den besten Knabenchor eingeheimst.

    Insgesamt waren bei diesem vom Deutschen Musikrat gewürdigten Wettbewerb 50 Chöre in vier Kategorien angetreten. Allein in der Altersstufe bis 13 Jahren traten zwölf Sangesgemeinschaften an. „Wir haben uns gegen ein ungewöhnlich stark besetztes Feld durchsetzen können“, sagt der stolze künstlerische Leiter Sigmund Bothmann mit Blick auf die Dortmunder Chorakademie, den Kinderchor des Essener Aalto-Oper sowie die bestens disponierten Chöre aus Düsseldorf oder Wernigerrode, die die Gütersloher Knaben hinter sich ließen. Nur 15 Minuten hatten sie Zeit, um die hochkarätig, unter anderem mit dem Rektor der Kölner Musikhochschule Reiner Schuhenn besetze Jury von ihrem Können zu überzeugen. „Dabei hatten wir nur drei Wochen Zeit, ein passendes Programm einzustudieren“, gesteht Bothmann. Mit Tilo Medeks fantastischer, aber bedrückender Kindermesse, mit der der Knabenchor Ende Mai im polnischen Krakau gefeiert wurde, wollte man nicht in Erwitte antreten. „15 Minuten reichen dafür nicht. Und nur einen Teil daraus zu singen, wäre dem Kontext nicht gerecht geworden und hätte allein schon deshalb zu Qualitätsverlust geführt.“ Deshalb entschied sich Bothmann mit den Jungen Stücke von Hugo Distler – aus dem Mörike-Chorliederbuch und das Mausfallensprüchlein -, den Freistädter-Kanon von Wolfgang Amadeus Mozart und aufzuführen.
    Eine gute Wahl, denn die Jury bescheinigte dem Knabenchor Gütersloh nach dessen Auftritt nicht nur den „rundesten Klang“ von allen, sondern auch eine absolut saubere Intonation und beste Textverständlichkeit. „Kriterien, auf die wir in allen Proben immer größeren Wert legen“, wie Bothmann betont. Übung macht den Meister. Dass die Jungen ihren Sieg feiern möchten, versteht sich von selbst. Heute Nachmittag ab 17 Uhr startet im Beisein der Eltern sowie von Mitgliedern des Trägervereins und des Kuratoriums das Sommerfest. Und natürlich wird dabei viel gesungen – auch vom Nachwuchschor.
    Die nächsten Konzerte des Knabenchores Gütersloh stehen bereits fest: Am Sonntag, 20. September, führt er Tilo Medeks Kindermesse zum Gedenken der im Dritten Reich ermordeten Kinder in der Gütersloher Martin-Luther-Kirche auf. Am Freitag, 25. September, sind die Jungen bei Brittens „War Requiem“ in der Paderborner Abdinghofkirche zu hören.

    6. Erwitter Kinder- und Jugendchor Wettbewerb 2015
    Die Glocke vom 25.06.2015
  • Von Christoph Guddorf

    Halle. Mit einem abwechslungsreichem Chorkonzert sind die 53. Haller Bach-Tage zu Ende gegangen. Der renommierte Knabenchor Gütersloh sang Motetten von Bach und Schütz sowie weitere Stücke für drei- bis fünfstimmigen Chor. So wurde ein musikalischer Bogen über drei Epochen gezogen, dessen Dreh- und Angelpunkt Johann Sebastian Bachs Musik bildete.
    Die machte mit der Motette „Jesu, meine Freude“ auch den Auftakt. Von Beginn an, wird deutlich, worauf der künstlerische Leiter Sigmund Bothmann besonderen Wert legt: eine brillante Artikulation, Aus- und Absprache sowie ein weites dynamisches Spektrum. Unterstützt durch erwachsene Tenor- und Bassstimmen und Generalbass-Begleitung (Bettina Pieck an der Orgel und Linda Mantcheva am Cello), entfaltet der Chor eine griffige Stimmpotenz, aus deren Mitte – während des Singens, die Solisten der Terzett Partien nach vorne und wieder zurück in die Reihen treten. Die somit gewährte Geschlossenheit  und Spannung kommt sicherlich auch der Konzentration der jungen Sänger zugute. In der zentralen Fuge „Ihr aber seid nicht fleischlich“ wirken die sinnbildlichen Koloraturen auf dem Wort „geistlich“ dennoch alles andere als „körperlos“, sondern knackig-präsent. Um der plastischen Artikulation Willen lässt Bothmann – wie etwa in Heinrich Schütz‘ Motette „Also hat Gott die Welt geliebt“ – die konsonante Schluss-Endung auf „n“ betont lange aussingen – was jedoch manieriert und überflüssig anmutet. Für die zwei weiteren Schütz-Motetten („Herr, auf Dich traue ich“ und „Verleih uns Frieden gnädiglich“), tritt Stephan Arnold als Dirigentenpult und macht einmal mehr deutlich, dass Knabenchor und strahlende Stimmeskraft sich keinesfalls ausschließen. Auch in den Sopran- und Altlagen kann der hauptamtliche Chorleiter auf stimmbildnerisch hervorragend geschulte Substanz bauen. Nach einem mit italienischem Inbrunst vorgetragenen Abstecher in die Romantik („La Fede“ und „La Speranza“ aus Gioachino Rossinis „Drei religiösen Gesängen“) und kurzzeitigem Wechsel des Instruments (zu einem klanglich fragwürdigem Klavier) stehen Bachs „Rufet und fleht den Himmel an“ zwei junge Solisten im Fokus. Bei Joke Zawischas (Alt) und Felix Mellewigts (Tenor) inständig verziertem Duett erhält der zart fließende Gestus durch die Beschränkung auf Orgel- und Cello-Begleitung allerdings ein spürbar ausgedünntes, wenig tragendes Fundament. Neben einem spritzig-energischen „Fair Phillis I saw“ (John Farmer) und einem nachfedernd-echoisierten „Tanzen und Springen“ (Hans Leo Haßler) setzten Jacob Arcadelts „Il bianco e dolce cigno“ und Giches de Werts „M’ha punt‘ Amor“ melancholische, aber auch martialische Zwischentöne. Bei Adriano Banchieris komödiantischem Madrigal „Cappriciata“ geht es im wahrsten Sinne des Wortes tierisch zu, improvisieren hier doch die jungen Gütersloher (Stadt-) Musikanten als Hund, Katze, Kukuck und Eule einen Kontrapunkt auf einer Basslinie und verirren sich dabei kurzzeitig in einem Stimmchaos. Ein amüsanter Ausklang der Haller Bach-Tage.

     

    53. Haller Bachtage
    Die Glocke