• Gütersloh (WB). Der Knabenchor Gütersloh startet eine neue Chor-Gruppe. Auch Jungs aus Bielefeld können mitmachen.

     

    Nachdem bereits in den verschiedenen Gruppen auch Jungen aus Bielefeld mitsingen, sind zu der neuen Gruppe Kinder aus Bielefeld ebenfalls ausdrücklich eingeladen. Der Aufruf richtet sich an Jungen im Alter von sieben bis zehn Jahren, die Spaß am Singen und an der Musik haben. Für Kinder aus Bielefeld existiert ein kostenloser Fahrdienst zu den Proben. Unter Sigmund Bothmann, dem künstlerischen Leiter des Knabenchores, und Chorleiter Benjamin Reichert singen die Jungen heitere Lieder und erlernen erste Gesangsübungen. Die Buben erhalten die Möglichkeit, einige Chorstunden probeweise mitzusingen. Die Proben finden dienstags von 17 bis 18 Uhr im Haus der Kirchenmusik, Kirchstraße 14, statt. Der Knabenchor Gütersloh ist vor zehn Jahren gegründet worden, um Jungen Freude am Singen und an der Musik zu vermitteln. Inzwischen hat der Chor mit vielen erfolgreichen Konzerten im In- und Ausland (Holland, Polen, Israel) auf sich aufmerksam gemacht, er war bereits im Rundfunk zu hören und im Fernsehen zu sehen.

    Knabenchor startet neue Gruppe
    Westfalenblatt vom 15.01.2017
  • Sigmund Bothmann, der mit raumgreifender Gestik zwei Chöre, zwei Orchester und fünf Vokalsolisten zu Höchstleistungen inspirierte, gelang eine Aufführung nach Maß. Mit den rund 60 Sängerinnen und Sängern gelang ihm eine Wiedergabe voll innerer Dramatik..

    Bachs Jahrhundertwerk ein nachwirkendes Erlebnis
    Die Glocke vom 10.4.2012
  • Gütersloh (dop) - Musik ist sein Leben: Am Sonntag, 3. September, feiert die Evangelische Kirchengemeinde in einem konzertanten Gottesdienst das silberne Dienstjubiläum ihres aus Regensburg stammenden Kirchenmusikdirektors Sigmund Bothmann.  Der „Glocke“ gab er vorab ein Interview.

    Entscheidung für Gütersloh war goldrichtig
    Die Glocke vom 01.09.2017
  • "Von Beginn an wurde deutlich, worauf der künstlerische Leiter Sigmund Bothmann besonderern Wert legt: brilliante Artikulation, Aus- und Absprache sowie ein weites dynamisches Spektrum."

    53. Haller Bachtage
    Neue Westfälische vom 16.02.2016
  • Knabenchor siegt beim Wettbewerb

    Gütersloh (dop.). Freudentänze wie diese kennt man von den deutschen Fußballern, wenn sie eine Weltmeisterschaft gewonnen haben. Die Jungen vom Knabenchor Gütersloh standen dem aber am Wochenende in nichts nach. Kein Wunder, haben sie doch beim renommierten Erwitter Kinder- und Jugendchorwettbewerb den mit 1000 Euro dotierten ersehnten Preis in ihrer Alterskategorie gewonnen und auch den Sonderpreis für den besten Knabenchor eingeheimst.

    Insgesamt waren bei diesem vom Deutschen Musikrat gewürdigten Wettbewerb 50 Chöre in vier Kategorien angetreten. Allein in der Altersstufe bis 13 Jahren traten zwölf Sangesgemeinschaften an. „Wir haben uns gegen ein ungewöhnlich stark besetztes Feld durchsetzen können“, sagt der stolze künstlerische Leiter Sigmund Bothmann mit Blick auf die Dortmunder Chorakademie, den Kinderchor des Essener Aalto-Oper sowie die bestens disponierten Chöre aus Düsseldorf oder Wernigerrode, die die Gütersloher Knaben hinter sich ließen. Nur 15 Minuten hatten sie Zeit, um die hochkarätig, unter anderem mit dem Rektor der Kölner Musikhochschule Reiner Schuhenn besetze Jury von ihrem Können zu überzeugen. „Dabei hatten wir nur drei Wochen Zeit, ein passendes Programm einzustudieren“, gesteht Bothmann. Mit Tilo Medeks fantastischer, aber bedrückender Kindermesse, mit der der Knabenchor Ende Mai im polnischen Krakau gefeiert wurde, wollte man nicht in Erwitte antreten. „15 Minuten reichen dafür nicht. Und nur einen Teil daraus zu singen, wäre dem Kontext nicht gerecht geworden und hätte allein schon deshalb zu Qualitätsverlust geführt.“ Deshalb entschied sich Bothmann mit den Jungen Stücke von Hugo Distler – aus dem Mörike-Chorliederbuch und das Mausfallensprüchlein -, den Freistädter-Kanon von Wolfgang Amadeus Mozart und aufzuführen.
    Eine gute Wahl, denn die Jury bescheinigte dem Knabenchor Gütersloh nach dessen Auftritt nicht nur den „rundesten Klang“ von allen, sondern auch eine absolut saubere Intonation und beste Textverständlichkeit. „Kriterien, auf die wir in allen Proben immer größeren Wert legen“, wie Bothmann betont. Übung macht den Meister. Dass die Jungen ihren Sieg feiern möchten, versteht sich von selbst. Heute Nachmittag ab 17 Uhr startet im Beisein der Eltern sowie von Mitgliedern des Trägervereins und des Kuratoriums das Sommerfest. Und natürlich wird dabei viel gesungen – auch vom Nachwuchschor.
    Die nächsten Konzerte des Knabenchores Gütersloh stehen bereits fest: Am Sonntag, 20. September, führt er Tilo Medeks Kindermesse zum Gedenken der im Dritten Reich ermordeten Kinder in der Gütersloher Martin-Luther-Kirche auf. Am Freitag, 25. September, sind die Jungen bei Brittens „War Requiem“ in der Paderborner Abdinghofkirche zu hören.

    6. Erwitter Kinder- und Jugendchor Wettbewerb 2015
    Die Glocke vom 25.06.2015
  • Von Christoph Guddorf

    Halle. Mit einem abwechslungsreichem Chorkonzert sind die 53. Haller Bach-Tage zu Ende gegangen. Der renommierte Knabenchor Gütersloh sang Motetten von Bach und Schütz sowie weitere Stücke für drei- bis fünfstimmigen Chor. So wurde ein musikalischer Bogen über drei Epochen gezogen, dessen Dreh- und Angelpunkt Johann Sebastian Bachs Musik bildete.
    Die machte mit der Motette „Jesu, meine Freude“ auch den Auftakt. Von Beginn an, wird deutlich, worauf der künstlerische Leiter Sigmund Bothmann besonderen Wert legt: eine brillante Artikulation, Aus- und Absprache sowie ein weites dynamisches Spektrum. Unterstützt durch erwachsene Tenor- und Bassstimmen und Generalbass-Begleitung (Bettina Pieck an der Orgel und Linda Mantcheva am Cello), entfaltet der Chor eine griffige Stimmpotenz, aus deren Mitte – während des Singens, die Solisten der Terzett Partien nach vorne und wieder zurück in die Reihen treten. Die somit gewährte Geschlossenheit  und Spannung kommt sicherlich auch der Konzentration der jungen Sänger zugute. In der zentralen Fuge „Ihr aber seid nicht fleischlich“ wirken die sinnbildlichen Koloraturen auf dem Wort „geistlich“ dennoch alles andere als „körperlos“, sondern knackig-präsent. Um der plastischen Artikulation Willen lässt Bothmann – wie etwa in Heinrich Schütz‘ Motette „Also hat Gott die Welt geliebt“ – die konsonante Schluss-Endung auf „n“ betont lange aussingen – was jedoch manieriert und überflüssig anmutet. Für die zwei weiteren Schütz-Motetten („Herr, auf Dich traue ich“ und „Verleih uns Frieden gnädiglich“), tritt Stephan Arnold als Dirigentenpult und macht einmal mehr deutlich, dass Knabenchor und strahlende Stimmeskraft sich keinesfalls ausschließen. Auch in den Sopran- und Altlagen kann der hauptamtliche Chorleiter auf stimmbildnerisch hervorragend geschulte Substanz bauen. Nach einem mit italienischem Inbrunst vorgetragenen Abstecher in die Romantik („La Fede“ und „La Speranza“ aus Gioachino Rossinis „Drei religiösen Gesängen“) und kurzzeitigem Wechsel des Instruments (zu einem klanglich fragwürdigem Klavier) stehen Bachs „Rufet und fleht den Himmel an“ zwei junge Solisten im Fokus. Bei Joke Zawischas (Alt) und Felix Mellewigts (Tenor) inständig verziertem Duett erhält der zart fließende Gestus durch die Beschränkung auf Orgel- und Cello-Begleitung allerdings ein spürbar ausgedünntes, wenig tragendes Fundament. Neben einem spritzig-energischen „Fair Phillis I saw“ (John Farmer) und einem nachfedernd-echoisierten „Tanzen und Springen“ (Hans Leo Haßler) setzten Jacob Arcadelts „Il bianco e dolce cigno“ und Giches de Werts „M’ha punt‘ Amor“ melancholische, aber auch martialische Zwischentöne. Bei Adriano Banchieris komödiantischem Madrigal „Cappriciata“ geht es im wahrsten Sinne des Wortes tierisch zu, improvisieren hier doch die jungen Gütersloher (Stadt-) Musikanten als Hund, Katze, Kukuck und Eule einen Kontrapunkt auf einer Basslinie und verirren sich dabei kurzzeitig in einem Stimmchaos. Ein amüsanter Ausklang der Haller Bach-Tage.

     

    53. Haller Bachtage
    Die Glocke
  • Geschickt ließ Kirchenmusikdirektor Sigmund Bothmann, wie immer auch ein hochkonzentrierter mitreißender Dirigent, die Matthäus-Passion durch Werke von Heinrich Schütz und Vulpius unterbrechen.

    Passionskonzert wirkt wie ein meditatives Gebet
    Die Glocke vom 05.04.2017